Nachhaltige Jeans sind keine Seltenheit mehr

Nachhaltige Jeans sind keine Seltenheit mehr

Nachhaltige Mode ist heute eine Selbstverständlichkeit, aber gilt das auch für ein Massenprodukt wie die Jeans? Die meisten Menschen bringen die „grüne“ Mode nur mit bestimmten teuren Designerstücken in Verbindung, aber nicht mit Jeans. Schließlich sind Jeans Alltagshosen, die es schon für wenig Geld im Laden zu kaufen gibt. Macht sich einer der vielen Hersteller tatsächlich Gedanken darüber, die Hosen umweltfreundlich zu produzieren? Erstaunlicherweise sind es sogar viele Hersteller, denen Nachhaltigkeit wichtig ist und die ihre Jeans aus besonderen Materialien nähen.

Ein Umweltproblem


Seit Levi Strauss im 19. Jahrhundert die Jeans erfunden hat, erfreut sich die einstige Arbeitshose einer immer größer werdenden Beliebtheit. Mit ihrer massenhaften Verbreitung über die ganze Welt stellte sich schnell auch ein großes Problem ein: die schlechte Umweltbilanz. Zwar hat die Jeans ein eher bodenständiges und weniger exotisches Image, aber das verhindert leider nicht, dass für die Herstellung Unmengen von Wasser, Chemie, Rohstoffe und Energie notwendig sind. Da unendlich viele der blauen Hosen jedes Jahr auf den Markt kommen, haben sich die Jeans zu einem Umweltsünder Nummer eins auf dem Bekleidungsmarkt entwickelt. Das wollte beispielsweise ein bekannter Hersteller wie die Firma Brax nicht länger mitmachen und beschloss, die Jeans umweltfreundlicher und grüner zu machen.

Kein Nischenthema mehr

Die Firma Leineweber GmbH, zu der auch die Marke Brax gehört, ist das älteste Textilunternehmen in Deutschland. Drei Millionen Jeans stellt das Unternehmen im Jahr her, da sind die Kosten für das benötigte Wasser bei der Herstellung schon ein wichtiges Thema. Bei Brax überlegte man, wie es zu schaffen ist, zwar günstig, aber nachhaltiger zu produzieren. Für die neue Marke „Blue Planet“ kooperierte Brax mit einer Denim-Weberei in Italien, die für Innovationen im Bereich grüne Kleidung steht. Gemeinsam mit den Italienern entwickelte die Firma aus dem westfälischen Herford einen besonderen Stoff mit Namen Kitotex, der aus den Exoskeletten von Schalentieren wie beispielsweise Shrimps gewonnen wird. Das klingt vielleicht ein wenig bizarr, aber damit lassen sich 70 Prozent chemische Stoffe und 30 Prozent Wasser einsparen. Zudem wird mit sogenanntem Liquid Indigo gefärbt, was den Einsatz an Chemikalien deutlich reduziert.

Ein schlechtes Image

Umweltfreundlich hergestellte Mode hat traditionell ein schlechtes Image. Hinter der Umweltmode stecken gestrickte linke Ideologien und schick kann diese Mode einfach nicht sein. Jedoch die Zeiten haben sich geändert und die Ansichten auch. Heute ist grüne Mode im Trend und die ersten Ökojeans sind so etwas wie Retro. In den 1990er brachte Jahren Britta Steilmann diese Jeans auf den Markt und musste mit harschen Kritiken leben. Viel zu Öko, war einer der Vorwürfe, ohne zu definieren, was Öko überhaupt bedeutet. Heute wissen sowohl die Hersteller als auch die Kunden, was Öko ist und machen diese Mode zum Trend.

Fazit

Auch bei der Jeans darf es heute umweltfreundlich sein und immer mehr Hersteller sind bereit, nachhaltig zu produzieren. Selbst vegane Mode ist kein Tabuthema mehr und die Verkaufszahlen können sich sehen lassen. Zwar lassen die meisten Jeanshersteller immer noch in Asien oder in der Türkei nähen, aber die Unternehmer besuchen die Zulieferfirmen und achten darauf, dass auch dort europäische Standards eingehalten werden. Sie unterstützen Schulprojekte und finanzieren die Erwachsenenbildung, denn auch das gehört zur nachhaltigen Mode.

Beitragsbild: @ depositphotos.com / artursz

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